Persönliche Entwicklung

durch philosophisches Denken
in Zeiten von Corona

Philosophische Flaschenpost

Auf diesen Seiten  finden Sie den moderierten philosophischen Gedankenaustausch zur "Flaschenpost" in folgender Reihenfolge:

1. der Text mit Leitfragen als Grundlage aller Überlegungen,

2. die Gedanken der Teilnehmer, die darauf reagierenden Kommentare und schließlich

3. den Anschlussgedanken (Video) als anregende Impulsfrage, um noch tiefer in die Philosophie einzusteigen.

 

Ziel ist es, verschiedene Perspektiven kennenzulernen und wertvolle Denkanstöße zu lebensnahen philosophischen Themen zu erhalten.

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Viel Freude!

Flaschenpost 1: Du bist, was du denkst

Lesen und überdenken Sie die Beiträge der Teilnehmer zum Impulstext der ersten Flaschenpost "Du bist, was du denkst" - Was bedeuten Ihnen Wahrheit, Zweifel und Gewissheit?

Diesbezüglich äußern sich auch Montaigne, Skeptiker, Platon und Habermas.

Flaschenpost 2: Lieber frei als sicher?

Lesen und überdenken Sie die Beiträge der Teilnehmer zum Impulstext der zweiten Flaschenpost "Lieber frei als sicher?" - die Corona-Debatte

Es geht um die Abwägung zwischen Freiheitseinschränkungen und Sicherheitsbedürfnis bei den Verordnungen zum Schutz vor Corona.  Schopenhauer, Stachelschweine, Schäuble.... und ein wenig Sartre spielen dabei eine Rolle.

 

Infos zum Erhalt des Textes und der Diskussionsteilnahme: Ich möchte die Flaschenpost empfangen 

Ausschnitte aus der philosophischen Flaschenpost

Gedankenimpulse

Der aktuelle Flaschenpost-Text (Juni)

Lieber sicher als frei? (Auszug)

Es ist ein gewagter, aber spannender Vergleich, die Debatte um die Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen wie das Problem zu betrachten, das eine Gruppe Stachelschweine in kalten Winternächten lösen muss. Jedenfalls zeigt uns Arthur Schopenhauer mit seiner Parabel, dass man nicht alle Ideale verwirklichen kann und sich besser um einen maßvollen Kompromiss bemühen sollte:
In frostigen Nächten wollen sich Stachelschweine vor der Kälte schützen, indem sie sich eng zusammenstellen. Sie drängen dabei aber so dicht aneinander, dass sie sich gegenseitig mit ihren Stacheln verletzen.
Die Tiere verfolgen zwei Ziele, die sich nicht miteinander vereinen lassen: Wärme und Schmerzfreiheit. Das höchste Maß an Wärme können sie nur dann erreichen, wenn sie bereit sind, Schmerzen zu ertragen. Wenn sie aber vor Verletzungen sicher sein wollen, müssen sie so weit Abstand halten, dass sie sich nicht mehr gegenseitig wärmen können. Beide Ziele schränken sich gegenseitig ein. Die Stachelschweine können sich nicht zugleich vor der Kälte und den Verletzungen schützen.
Was ist vorrangig? Wieviel Schmerz durch Verletzungen oder Kälte sollten sie in Kauf nehmen?

 

Strukturell ähnelt dieses Problem der Diskussion um die Corona-Maßnahmen: Wir können nicht zugleich die Gesundheit der Risikogruppen und die bürgerlichen Freiheiten schützen. Schutz der Gesundheit und Freiheit schließen einander aus. Auch hier fragen wir uns: Was ist vorrangig? Wieviel Risiko oder Unfreiheit sollten wir in Kauf nehmen?

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