Philotalk - das gute Gespräch

Liebe Freunde des guten (philosophischen) Gesprächs,
 
ich hoffe, dass es Ihnen gut geht, und wünsche Ihnen, dass Sie die nächsten Wochen gut überstehen.
 
Kultur und Bildung stehen im öffentlichen Raum (seit Monaten) nahezu still. Auch meine Vortrags- und Diskussionsreihen pausieren schon lange...
 
Jetzt gibt es aber für Sie die Möglichkeit, an "Philotalk"-Abenden teilzunehmen. Über die Plattform ZOOM können wir uns verbinden und zu Ersatzveranstaltungen treffen:
 
"Philotalk" als Online-Meeting:
Im ersten Teil hören und sehen Sie von 19.00 bis 19.40 Uhr einen Impulsvortrag, wie Sie ihn beispielseise von meinem "Philosophischen Nachtcafé" gewohnt sind. Nach 5-10 Minuten Pause beginnen wir dann die von mir moderierte Diskussion in einer kleineren Gruppe (Dauer: 30 Minuten). Am Folgetag erhalten Sie per Mail den Link zu einem Kurz-Video, das den Vertiefungsgedanken visualisiert.
Wer wenig Zeit hat, hört nur den Impulsvortrag und schaut sich das Video zum Vertiefungsgedanken an.
 
Die technische Handhabung ist einfach. Wenn Sie sich per Mail zurückgemeldet haben, schicke ich Ihnen den Zoom-Link, über den Sie am "Philotalk" teilnehmen können.
 
Den Philotalk gibt es nun einmal im Monat. Für die ersten drei Veranstaltungen gibt es ein Rahmenthema:
 

Persönliche Reife – Dialoge über philosophischen Tugenden

(drei Vorträge mit jeweils anschließender Diskussion)

 

Weisheit, Gelassenheit und Klugheit sind Tugenden, mit denen sich das Leben meistern lässt. Man kann diese Geisteshaltung aber nicht gewollt herbeiführen. Es braucht Zeit, damit sie sich in uns entwickelt.

In drei Vorträgen wird jeweils eine dieser Tugenden vorgestellt und diskutiert. Der Bezug zu unserem Leben steht im Zentrum, es kommen aber auch jeweils zwei Philosophen aus verschiedenen Epochen zu Wort, zwischen denen ein Streitgespräch entsteht. Nachdem sie ihre Argumente ausgetauscht haben, führen wir die Überlegungen weiter und prüfen, welche Bedeutung dies für unser Lebenswirklichkeit hat.

 

  1. Gelassenheit und Glück: Seneca (4.v.Chr. – 65 n.Chr.) und Martin Heidegger (1889-1976) Wer sich zurücknehmen kann, erfährt das Glück der inneren Ruhe. Vor allem junge Menschen wollen die Welt verändern. Doch oftmals ist es besser, den Lauf der Dinge zuzulassen, denn wer eingreift wird ergriffen. Aus einer unbeteiligten Position heraus, behält man den Überblick und die Kontrolle -  vielleicht verpasst man aber etwas Erlebenswertes. Seneca und Heidegger suchen das rechte Maß zwischen Engagement und Zurückhaltung. Termin: 17.12.
  2. Wissen und Weisheit: Michel de Montaigne (1533-1592) und Karl Raimund Popper (1902-1994):
    Alles ist im Fluss.“ Wer viel erlebt hat, weiß um die Wandelhaftigkeit der Dinge in der Zeit.
    Gibt es trotz permanenter Veränderung bleibende Wahrheiten und zeitloses Wissen, von dem ein weiser Mensch berichten kann? Montaigne und Popper zweifeln daran und erweisen vielleicht gerade dadurch, dass sie weise sind. Doch ihre Argumente fordern zum Widerspruch und zur Diskussion auf. Dabei werden wir auch klären, warum wir auf Wahrheit nicht verzichten können. Termin: 9.12.
  3. Klugheit und Kompetenz: Aristoteles (385 – 323v.Chr.) und Ludwig Wittgenstein (1889 – 1951)
    Wer Erfahrungen gesammelt hat, der kann aus Situationen des Lebens Sinn und Bedeutung lesen. Klugheit ist ein Gespür für die Sache bzw. Personen, mit denen man zu tun hat. Diese Form der Intelligenz unterscheidet sich vom Handeln nach Regeln. Manchmal ist es besser, gegen eine geltende Regel bzw. bewährte Gewohnheit zu verstoßen. Kluge Menschen haben sich die Kompetenz des situationsgerechten Urteils angeeignet. Aristoteles und Wittgenstein können diese Fähigkeit zwar nicht exakt definieren, aber ganz unterschiedlich umschreiben. Termin: 19.1.202

 

Ich freue mich, Sie online wiederzusehen!

 

 

 

Melden Sie sich bitte an, indem Sie mir eine Antwortmail mit den Terminen, an denen Sie teilnehmen möchten, senden. Sie erhalten dann von mir den Beitrittslink zur Veranstaltung.

 

 

 

Ich wünsche Ihnen alles Gute, kommen Sie gut durch die nächsten Wochen!

 

Ihr

 

Jens Wimmers